Fortbestehensprognose für GmbH und Mittelstand
Wenn Verluste, Liquiditätsengpässe oder eine mögliche Überschuldung im Raum stehen, brauchen Geschäftsführer schnell eine belastbare Entscheidungsgrundlage. Eine Fortbestehensprognose zeigt, ob die Fortführung des Unternehmens für den relevanten Prognosezeitraum überwiegend wahrscheinlich ist.
CGS unterstützt mittelständische Unternehmen bei der betriebswirtschaftlichen Analyse, der Liquiditätsplanung und der Aufbereitung realistischer Handlungsszenarien. Ziel ist nicht ein theoretisches Gutachten, sondern Klarheit über Zahlungsfähigkeit, Fortführungsperspektive und nächste Maßnahmen.
Wann Sie eine Fortbestehensprognose prüfen sollten
Eine Fortbestehensprognose wird häufig relevant, wenn die wirtschaftliche Lage nicht mehr eindeutig ist. Typische Auslöser sind nicht nur Verluste, sondern vor allem Zweifel an der künftigen Zahlungsfähigkeit oder an der Fortführung des Unternehmens.
- Die GmbH weist anhaltende Verluste aus.
- Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer sprechen Überschuldung an.
- Das Eigenkapital ist aufgezehrt oder negativ.
- Banken fordern aktuelle Zahlen, Planungen oder Maßnahmen.
- Kreditlinien, Covenants oder Tilgungen geraten unter Druck.
- Fällige Verbindlichkeiten können nur noch verzögert bezahlt werden.
- Gesellschafter müssen über weitere Finanzierung entscheiden.
- Ein Sanierungskonzept oder Maßnahmenplan wird vorbereitet.
Bei einer juristischen Person ist Überschuldung ein möglicher Insolvenzeröffnungsgrund; § 19 InsO stellt dabei auf die Vermögensdeckung und die überwiegend wahrscheinliche Fortführung in den nächsten zwölf Monaten ab.
Was ist eine Fortbestehensprognose?
Eine Fortbestehensprognose ist eine betriebswirtschaftliche Einschätzung, ob ein Unternehmen voraussichtlich fortgeführt werden kann. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob die Gesellschaft ihre fälligen Verpflichtungen im Prognosezeitraum erfüllen kann und ob die zugrunde liegenden Annahmen realistisch sind.
Sie ist besonders wichtig, wenn eine Überschuldung der GmbH oder GmbH & Co. KG geprüft werden muss. Eine positive Fortbestehensprognose kann zeigen, dass die Fortführung des Unternehmens wirtschaftlich plausibel ist. Eine negative Prognose macht dagegen sichtbar, dass zusätzlicher Handlungsbedarf besteht – etwa durch Finanzierung, Kostenmaßnahmen, Working-Capital-Maßnahmen, Verhandlungen mit Gläubigern oder ein Sanierungskonzept.
Wichtig
CGS erstellt die betriebswirtschaftliche Grundlage: Liquiditätsplanung, Szenarien, Maßnahmenlogik und Entscheidungsunterlagen. Die rechtliche Bewertung einer möglichen Insolvenzreife sollte immer mit spezialisierten Rechtsanwälten oder Steuerberatern abgestimmt werden.
Was wir für Ihre Fortbestehensprognose analysieren
Eine belastbare Fortbestehensprognose entsteht nicht aus Bauchgefühl. Entscheidend sind aktuelle Zahlen, realistische Annahmen und konkrete Maßnahmen, die tatsächlich umgesetzt werden können.
Unsere betriebswirtschaftliche Prüfung umfasst typischerweise:
- aktuelle Vermögens-, Ertrags- und Liquiditätslage
- offene Forderungen und realistische Zahlungseingänge
- fällige Verbindlichkeiten und kritische Zahlungstermine
- Kreditlinien, Tilgungen, Leasing, Steuern und Sozialabgaben
- Auftragsbestand, Umsatzplanung und Deckungsbeiträge
- Kostenstruktur und kurzfristige Ergebnishebel
- 13-Wochen-Liquiditätsplanung
- Szenarien für Basisfall, Stressfall und Maßnahmenfall
- Finanzierungsbedarf und Gesellschafterbeiträge
- konkrete Sanierungs- und Stabilierungsmaßnahmen
- Unterlagen für Banken, Gesellschafter und Berater
Das Ergebnis: Klarheit statt Unsicherheit
Am Ende steht eine strukturierte Entscheidungsgrundlage. Sie zeigt, wie die wirtschaftliche Lage einzuschätzen ist, welche Liquiditätsrisiken bestehen und welche Maßnahmen kurzfristig priorisiert werden sollten.
Liquiditätsklarheit
Sie sehen, ob und wann Liquiditätslücken entstehen können und welche Zahlungen besonders kritisch sind.
Fortführungsperspektive
Sie erhalten eine nachvollziehbare betriebswirtschaftliche Einschätzung, ob die Fortführung des Unternehmens plausibel dargestellt werden kann.
Maßnahmenplan
Sie wissen, welche Schritte jetzt notwendig sind: Finanzierung, Kostenmaßnahmen, Forderungsmanagement, Bankengespräche oder ein KMU-Sanierungskonzept.
So gehen wir vor
Vertrauliche Ersteinschätzung
Wir klären kurzfristig, was der Auslöser ist: Überschuldungshinweis, Liquiditätsengpass, Bankanforderung, Jahresabschluss, Gesellschafterentscheidung oder Sanierungsbedarf.
Zahlen- und Liquiditätsanalyse
Wir prüfen aktuelle BWA, Summen- und Saldenlisten, OP-Listen, Kreditlinien, Fälligkeiten, Auftragslage und vorhandene Planungen. Falls erforderlich, erstellen wir eine 13-Wochen-Liquiditätsplanung.
Szenarien und Maßnahmen
Wir entwickeln realistische Szenarien und leiten konkrete Maßnahmen ab. Entscheidend ist, welche Effekte kurzfristig auf Liquidität, Ergebnis und Finanzierung wirken.
Entscheidungsgrundlage und Kommunikation
Sie erhalten eine strukturierte Unterlage für Geschäftsführung, Gesellschafter, Steuerberater, Rechtsberater oder Finanzierungspartner. Bei Bedarf unterstützen wir auch bei der Vorbereitung von Bank- und Gesellschaftergesprächen.
Keine langwierige Reorganisation – sondern schnelle wirtschaftliche Klarheit
In einer angespannten Unternehmenssituation zählt nicht die perfekte Theorie, sondern eine belastbare Grundlage für Entscheidungen. Deshalb arbeiten wir pragmatisch, zahlenorientiert und umsetzungsnah.
Wir analysieren nicht monatelang Organisationsstrukturen, sondern konzentrieren uns auf die Fragen, die jetzt entscheidend sind:
- Ist die Zahlungsfähigkeit gesichert?
- Welche Liquiditätslücke entsteht wann?
- Welche Maßnahmen wirken kurzfristig?
- Was brauchen Bank, Gesellschafter oder Berater als Entscheidungsgrundlage?
- Ist ein Sanierungskonzept erforderlich?
- Welche Alternativen bestehen, wenn die Fortführung nicht realistisch ist?
Fortbestehensprognose: Klarheit gewinnen, Risiken einordnen, handlungsfähig bleiben.
Warum CGS für Ihre Fortbestehensprognose?
CGS verbindet Restrukturierungsberatung, M&A-Erfahrung und mittelstandsorientierte Umsetzung. Gerade in kritischen Situationen ist wichtig, nicht nur die Zahlen zu analysieren, sondern auch realistische Handlungsoptionen zu entwickeln.
- Erfahrung mit mittelständischen Unternehmen
- Fokus auf Liquidität, Maßnahmen und Umsetzung
- vertrauliche Zusammenarbeit mit Geschäftsführung und Gesellschaftern
- klare Unterlagen für Banken und Finanzierungspartner
- pragmatischer Ansatz statt überdimensionierter Gutachten
- bei Bedarf Verbindung zu Sanierungskonzept, Investorenlösung oder Unternehmensverkauf

Dipl.-Wirtschaftsjurist Jens Hamberger
Benötigen Sie kurzfristig eine Fortbestehensprognose?
Wenn Überschuldung, Liquiditätsdruck oder eine Bankanforderung im Raum stehen, sollten Sie die Situation nicht aufschieben. In einem vertraulichen Erstgespräch klären wir, welche Unterlagen vorliegen, wie dringend die Lage ist und welche nächsten Schritte sinnvoll sind.
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FAQ zur Fortbestehensprognose
Was ist eine Fortbestehensprognose?
Eine Fortbestehensprognose prüft, ob die Fortführung eines Unternehmens für den relevanten Zeitraum wirtschaftlich plausibel und überwiegend wahrscheinlich ist. Grundlage sind insbesondere Liquiditätsplanung, Ergebnisplanung, Finanzierungsannahmen und konkrete Maßnahmen.
Wann braucht eine GmbH eine Fortbestehensprognose?
Eine GmbH braucht eine Fortbestehensprognose vor allem dann, wenn eine mögliche Überschuldung geprüft werden muss, das Eigenkapital aufgezehrt ist, Verluste entstehen oder Zweifel an der künftigen Zahlungsfähigkeit bestehen.
Was ist der Unterschied zwischen Fortbestehensprognose und Fortführungsprognose?
Die Begriffe werden in der Praxis häufig ähnlich verwendet. Vereinfacht gesagt geht es bei der Fortbestehensprognose im insolvenzrechtlichen Kontext um die Frage, ob der Fortbestand beziehungsweise die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens im Prognosezeitraum überwiegend wahrscheinlich ist. Die handelsrechtliche Fortführungsannahme betrifft dagegen die Frage, ob der Jahresabschluss unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt werden kann. Das IDW weist auf Praxisfragen zur Fortführungsannahme, zum zeitlichen Horizont und zum Zusammenhang mit Insolvenzrecht und StaRUG hin.
Wie lange ist der Prognosezeitraum bei der Fortbestehensprognose?
Bei der Überschuldungsprüfung nach § 19 InsO ist entscheidend, ob die Fortführung des Unternehmens in den nächsten zwölf Monaten überwiegend wahrscheinlich ist.
Ist eine Fortbestehensprognose eine Rechtsberatung?
Nein. CGS unterstützt bei der betriebswirtschaftlichen Analyse, Liquiditätsplanung, Szenarienrechnung und Maßnahmenplanung. Die rechtliche Bewertung einer möglichen Insolvenzreife sollte mit spezialisierten Rechtsanwälten oder Steuerberatern erfolgen.
Welche Unterlagen werden für eine Fortbestehensprognose benötigt?
Typischerweise werden aktuelle BWA, Summen- und Saldenliste, offene Posten, Bankverbindlichkeiten, Kreditlinien, Liquiditätsstatus, Auftragsbestand, Kostenstruktur, Planungsrechnungen und Informationen zu kurzfristigen Maßnahmen benötigt.
Was passiert bei einer negativen Fortbestehensprognose?
Eine negative Fortbestehensprognose bedeutet, dass die Fortführung auf Basis der vorliegenden Planung nicht ausreichend plausibel erscheint. Dann müssen kurzfristig Handlungsoptionen geprüft werden, etwa zusätzliche Finanzierung, Sanierungsmaßnahmen, Gläubigerverhandlungen, ein Sanierungskonzept oder rechtliche Schritte mit spezialisierten Beratern.

