M&A-Glossar Firmenverkauf

M&A-Glossar Firmenverkauf

Die wichtigsten M&A-Begriffe, die jeder Unternehmer kennen sollte

Der Verkauf eines Unternehmens ist für viele Unternehmer ein einmaliger, strategischer Schritt – oft mit großer emotionaler und finanzieller Tragweite. Gerade im Mittelstand ist es entscheidend, die wichtigsten Begriffe und Konzepte zu kennen, um gut vorbereitet in den Verkaufsprozess zu starten.

In diesem Beitrag M&A Glossar Firmenverkauf erklären wir die 20 zentralen Begriffe aus der Vorbereitungsphase einer M&A-Transaktion – kompakt, verständlich und praxisnah.

1. Unternehmensbewertung

Die Unternehmensbewertung bestimmt den wirtschaftlichen Wert Ihres Unternehmens. Je nach Branche und Größe wird häufig das EBITDA-Multiple-Verfahren oder das Discounted Cash Flow (DCF)-Modell verwendet. Eine objektive Bewertung bildet die Basis für Preisverhandlungen und Investorenansprache. Mehr zur Unternehmensbewertung beim Firmenverkauf

2. EBITDA

EBITDA steht für Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization. Diese Kennzahl zeigt, wie profitabel ein Unternehmen ist – unabhängig von Steuern, Zinsen oder Abschreibungen. Käufer nutzen das EBITDA als Grundlage der Unternehmensbewertung, um ein realistisches Preisniveau zu bestimmen.

3. Normalisierungen

Bei der Bewertung werden Einmaleffekte, private Ausgaben oder außergewöhnliche Kosten herausgerechnet. Diese Normalisierungen zeigen die tatsächliche Ertragskraft des Unternehmens – also, was ein Käufer künftig erwarten kann. Normalisierungen bei der M&A-Bewertung verstehen.

4. Indikatives Angebot

Ein indikatives Angebot (Indicative Offer) ist ein unverbindlicher Vorschlag eines Käufers, meist mit einem Preisrahmen. Es dient als Ausgangspunkt für weitere Verhandlungen und die anschließende Due Diligence-Prüfung. Firmenverkauf – Ablauf & Optionen für Unternehmer

5. Teaser / Pitch Deck

Ein Teaser oder Pitch Deck ist ein anonymisiertes Kurzprofil Ihres Unternehmens. Es wird an potenzielle Käufer geschickt, um Interesse zu wecken – ohne vertrauliche Details preiszugeben. Ein gutes Teaser-Dokument im Mittelstandsverkauf schafft Neugier und öffnet die Tür zu ernsthaften Gesprächen.

6. Confidential Information Memorandum (CIM)

Das CIM ist ein detailliertes Verkaufsdokument, das Investoren vertraulich erhalten. Es enthält alle relevanten Unternehmensinformationen – von Finanzkennzahlen über Kunden bis zur Strategie. Das CIM bildet die Grundlage für fundierte Investitionsentscheidungen. CIM im M&A-Prozess verstehen.

7. NDA (Geheimhaltungsvereinbarung)

Ein NDA (Non-Disclosure Agreement) schützt sensible Unternehmensinformationen. Es wird vor der Herausgabe vertraulicher Daten unterzeichnet, um sicherzustellen, dass Käufer keine Informationen an Dritte weitergeben. Warum ein NDA unverzichtbar ist.

8. Verkäuferziele

Vor dem Verkaufsprozess sollten Unternehmer ihre Ziele klar definieren: Geht es um finanzielle Absicherung, Nachfolge, Wachstum oder Partnerschaft? Die Verkaufsziele bestimmen, welche Käufer in Frage kommen und welche Struktur sinnvoll ist. Verkäuferziele definieren für den Unternehmensverkauf.

9. Beraterauswahl

Ein erfahrener M&A-Berater kann den Erfolg eines Verkaufs maßgeblich beeinflussen. Wichtig sind Branchenkenntnis, Diskretion, Referenzen und ein belastbares Netzwerk. Der richtige Berater spart Zeit, verhindert Fehler und maximiert den Verkaufspreis. So wählen Sie den richtigen M&A-Berater.

10. Transaktionsstruktur

Es gibt zwei Hauptformen: den Asset Deal (Verkauf einzelner Vermögenswerte) und den Share Deal (Verkauf von Unternehmensanteilen). Beide Varianten haben rechtliche und steuerliche Vor- und Nachteile. Die Wahl hängt von Branche, Unternehmensform und Käuferstruktur ab. Asset Deal oder Share Deal – was passt zu Ihnen?

11. Letter of Intent (LOI)

Der Letter of Intent ist eine unverbindliche Absichtserklärung zwischen Käufer und Verkäufer. Er legt den groben Preis, die Exklusivität und den Zeitrahmen fest. Nach Unterzeichnung beginnt meist die Due Diligence-Phase. Letter of Intent im M&A-Prozess.

12. Due Diligence

Die Due Diligence ist die Prüfung des Unternehmens durch den Käufer. Sie umfasst rechtliche, finanzielle, steuerliche und operative Aspekte. Ziel ist es, Risiken frühzeitig zu erkennen und die Preisfindung zu untermauern. Due Diligence im Mittelstand – Risiken erkennen.

13. Kaufpreisermittlung

Der endgültige Kaufpreis ergibt sich aus Unternehmenswert, Verhandlungsgeschick und Marktinteresse. Häufig wird ein Teil des Preises über Earn-Out-Regelungen abgesichert – also an zukünftige Erfolge gebunden. Wie der M&A-Kaufpreis entsteht.

14. Datenraum (Data Room)

Ein Datenraum ist eine gesicherte Online-Plattform, auf der alle relevanten Unterlagen bereitgestellt werden. Er ermöglicht Käufern und Beratern den strukturierten Zugriff auf Dokumente während der Due Diligence. Virtueller Datenraum im Verkaufsprozess.

15. Management-Präsentation

Nach der ersten Auswahlphase stellt der Verkäufer sein Unternehmen persönlich vor. Diese Präsentation ist ein entscheidender Moment, um Vertrauen aufzubauen und Fragen zu klären. Ein professioneller Auftritt kann maßgeblich über den weiteren Verlauf entscheiden. Professionelle Management-Präsentation vorbereiten.

16. Earn-Out

Ein Earn-Out ist eine Vereinbarung, bei der ein Teil des Kaufpreises abhängig vom künftigen Geschäftserfolg gezahlt wird. So wird sichergestellt, dass Verkäufer weiterhin am Erfolg des Unternehmens mitwirken – ein beliebtes Modell im Mittelstand. Earn-Out im Mittelstand erklärt.

17. Vendor Due Diligence

Hier prüft der Verkäufer sein Unternehmen vorab selbst – wie ein Käufer es tun würde. Dadurch lassen sich Risiken früh erkennen und beheben, was das Vertrauen potenzieller Käufer stärkt. Wie Sie Ihr Unternehmen selbst prüfen.

18. Käuferprofile

Typische Käufer im Mittelstand sind strategische Investoren, Family Offices, Private-Equity-Gesellschaften und Management-Buy-In-Kandidaten. Jeder Käufertyp verfolgt unterschiedliche Ziele – von langfristigem Wachstum bis zur kurzfristigen Rendite. Typische Käufergruppen im Mittelstand.

19. Zeitplan & Prozessmanagement

Ein strukturierter M&A-Prozess dauert meist 6 bis 18 Monate. Eine klare Planung, vorbereitete Unterlagen und schnelle Entscheidungen verkürzen die Dauer erheblich. Ablauf und Zeitrahmen im M&A-Prozess.

20. Closing & Übergabe

Das Closing ist der finale Schritt: die Unterzeichnung des Kaufvertrags und die Übergabe des Unternehmens. Hier werden Kaufpreis, Garantien und Übergabemodalitäten festgelegt – der Moment, in dem das Lebenswerk offiziell in neue Hände übergeht. Abschluss und Übergabe im M&A-Prozess.

Fazit:

Wer diese Begriffe versteht, kann selbstbewusst und informiert in den Verkaufsprozess starten. Wissen bedeutet Sicherheit – und je besser ein Unternehmer vorbereitet ist, desto erfolgreicher wird der Unternehmensverkauf.

Sie planen den Verkauf Ihres Unternehmens?
Lassen Sie sich von einem erfahrenen M&A-Berater begleiten:
➡️ Kontakt CGS Experten Team